Sagenwelt Dolomiten & Südtirol
König Laurins Reich
Maria sink am Schnaggenkreuz
Ort: Völser Aicha
Am Übergang von Prösels nach Völser Aicha steht heute das Schnaggenkreuz. Früher hieß es „Malfesink“ ein Wort das wohl aus der Frühzeit stammt und das man bis heute nicht deuten kann. An der Stelle des Sumpfgebietes beim Kreuz soll einmal ein Moarhof gestanden haben. Die Hofleute aber waren gottlos, sie tranken und tanzten durch die Nächte und pfiffen auf Gott und die Kirche. Da geschah eines Nachts das Unheil: Der Hof begann im Moor zu versinken. Als die Nachbarn am Morgen vorbeigingen, sah man nur noch einige Dachschindeln und einen Strohhut auf dem Wasser schwimmen.. Und so nannte man den Ort „Moar versink“. Jüngere Generationen glaubten, es sei da anstelle eines Hofes eine Kapelle der Gottesmutter untergegangen, und so entstand der Name „Maria sink“
Vom Schnaggenkreuz erzählt man auch, dass die Hirten die es geschnitzt hatten vergaßen dem Gekreuzigten mit einem Bart zu versehen. Es wuchs ihm daher ein solcher von selbst. Man mochte von ihm wegschneiden so viel man wollte, er wurde nie kürzer
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