Naturpark Schlern-Rosengarten
... direkt vor der Haustür
Lassen Sie sich beeindrucken von Flora und Fauna des
Naturpark Schlern – Rosengarten! Der Naturpark umfasst knapp 7.000 ha, befindet sich in den westlichen Südtiroler
Dolomiten und ist aufgeteilt auf die Gemeinden Tiers am Rosengarten, Völs am Schlern und Kastelruth. Wahrzeichen des Naturparks sind die bekannten Gipfel
Schlern und
Rosengarten sowie die größte Hochalm Europas, das Landschaftsschutzgebiet
Seiser Alm. Der älteste Naturpark Südtirols bietet Ihnen auch einen See - den Völser Weiher. Im Winter ist der Weiher Ziel zahlreicher Eisläufer, im Sommer ist dieses Plätzchen nahe dem Dorf
Völser Aicha ein beliebtes Ausflugsziel für Sonnenanbeter und Wasserratten!
Flora & Fauna

Vor allem die geologisch besonderen Verhältnisse bewirken in der geschützten Zone eine außergewöhnliche Flora und Fauna. So finden sich hier eine Vielzahl an Auerwild, Spechte und Eulen. Typisch für die Bergwälder rings um den Schlern sind der Fichtenkreuzschnabel und die Alpenweidenmeise.
Die Almgründe und Matten von Tschapit
Wie aus Sagen und Moorfunden zu schließen ist, waren die Seiser Alm und das Schlerngebiet bis zu einer Höhe von mindestens2.200 m während vieler Jahrtausende von geschlossenen Nadelwäldern bedeckt. Die durch Brandrodung gewonnenen Mähder bilden einen bunten Teppich aus Heiden, Wiesen und Sumpfvegetation sehr verschiedener Herkunft. Die Quellsümpfe und Bachrinnen beherbergen neben Mehlprimeln und Fettkräutern zahlreiche Moose, Seggen, Wollgräser und Binsen. Die viel gerühmte Blütenpracht der Seiser Alm schrumpft jedoch durch Erschließungsmaßnahmen und den Einsatz von Düngemitteln allmählich auf immer kleinere Flächen zusammen. Der Rote Steinbrech zählt dort mit dem Krokus, den Anemonen und Soldanellen zu den frühesten Blütenpflanzen. Wo nicht mehr gemäht wird, wachsen Alpenrosen. Im Bereich der Waldgrenze und darüber kommt das Birkwild vor. Die Alpendohlen fliegen zur Futtersuche bis an die Berghotels heran. Mit dem Bau von Almhütten förderte der Mensch sogar die Ausbreitung einzelner Arten, wie die des Hausrotschwanzes und des Hermelins.
Die Dolomitenfelsen und Schuttkare

Die Wände des Schlernmassivs haben selbst während der stärksten eiszeitlichen Vergletscherung den Firn überragt. Deshalb konnten einige Pflanzen, die so genannten "Endemiten", die Eiszeit überdauern. Als Beispiel seien die Moreti- Glockenblume und die Schopfige Teufelskralle angeführt. Aus der Schlernflora sind weiters die Goldprimel, Facchinis Steinbrech, der Sparrige Steinbrech, der Dolomiten-Mannsschild und die Alpengrasnelke nicht wegzudenken. Rudel von 20 und mehr Gämsen sind im Naturpark Schlern keine Seltenheit. Innerhalb des Parkgebietes horstet immer wieder der Steinadler, zudem nisten in den Schlernwänden Alpendohlen, Kolkraben, Felsenschwalben und Alpensegler.
INFO: Eine Broschüre zum Naturpark liegt im Tourismusbüro auf.
Das Naturparkhaus
Wandern im Naturpark Schlern-Rosengarten